Am Kirchtor 20b
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345/220 1331 und 1337
Internet: http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=31471

Roter Ochse

Der „Rote Ochse“ wurde in den Jahren 1838-42 als preußische Strafanstalt erbaut und zählte seit 1848/49 auch aus politischen Gründen Inhaftierte zu seinen Insassen. Von 1933 bis 1945 war er ein Zuchthaus, in dem Männer aus nahezu allen Ländern Europas eingesperrt waren. Von 1942 bis Kriegsende wurden in der Hinrichtungsstätte der Anstalt mehr als 500 Männer, Frauen und Jugendliche aus 15 Ländern Europas und aus Tunesien getötet.

Der Befreiung der Anstalt durch amerikanische Truppen im April 1945 folgten ab Sommer 1945 mehr als fünf Jahre Nutzung durch die sowjetische Besatzungsmacht, die hier Militärtribunale Recht sprechen ließ. Ab Anfang der 1950er Jahre diente ein Großteil des Gebäudekomplexes als Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, die bis Herbst 1989 fast 10.000 Gefangene durchliefen. Seit 1995 befindet sich im ehemaligen Hinrichtungshaus der Nazis und Vernehmergebäude des MfS eine Gedenkstätte, die sich den Opfern der politischen Justiz 1933 bis 1945 und 1945 bis 1989 widmet.

Projekttage und Projektwochen:
"Rundfunkverbrecher" vor dem Sondergericht Halle
"Verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen" vor dem Sondergericht Halle
Freispruch in den Tod – Justiz und "Euthanasie" im Nationalsozialismus
Wehrkraftzersetzer, Spione, Kriegsverräter? Halle und Torgau im System der Wehrmachtjustiz
Führung durch die Gedenkstätte ROTER OCHSE












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