Argumente gegen ultrakonservative, neu-rechte und christlich-fundamentalistsche Behauptungen

Dass Vielfalt längst gelebte Realität ist, zeigt der Blick in jede Einkaufsstraße, zeigen die Namenslisten der Kinder in jeder Schulklasse. Nicht ausreichend sichtbar wird diese Wirklichkeit in den pädagogischen Konzepten, deshalb fordern vor allem Menschen, die zu einer der oben genannten Gruppen gehören, eine Pädagogik der Vielfalt, die diesen Namen verdient, besonders wenn sie – wie Frauen – die Hälfte der Menschheit ausmachen.

Deshalb engagiert sich die Bildungsgewerkschaft GEW für eine Pädagogik der Vielfalt, die alle oben angesprochenen Aspekte umfasst. Damit rücken zugleich grundsätzliche Fragen der Normen- und Werteerziehung in einer demokratischen Gesellschaft in den Mittelpunkt der Betrachtung: Gleiche Rechte, Gleichwertigkeit, gleiche Teilhabe – und zwar für alle Menschen jedwelcher Religion, ethnischer Herkunft, geschlechtlicher oder sexueller Identität, gesundheitlicher Verfassung oder Alters. Es geht um die universellen Menschenrechte, deren Verwirklichung für alle vorangetrieben werden muss. In diesem Sinne engagiert sich die Bildungsgewerkschaft GEW für Vielfalt als humanistisches und pädagogisches Leitbild und für die Realisierung in der Schule.

In dieser Broschüre stehen die Fülle unterschiedlicher Lebensentwürfe und deren Anerkennung im Zentrum. Es besteht „Nachholbedarf“, was die rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz betrifft. Es ist zu beobachten, dass diese Themenfelder besonders in einer politisch sich zuspitzenden Situation höchst „verletzlich“ sind. In der Schule geht es um eine vielfaltsorientierte Pädagogik, um die Wertschätzung von Lehrkräften sowie Kindern und Jugendlichen mit Lebensentwürfen auch jenseits der zweigeschlechtlichen Norm und um die Repräsentation von Vielfalt in Unterrichtsmaterialien. Die GEW zeigt damit angesichts zunehmender Angriffe auf eine Pädagogik der Vielfalt Flagge und unterstützt Lehrkräfte und Elternvertretungen mit Argumenten und Informationen über Hintergründe, Aufgaben und Rechte.

Mit ihrem Eintreten für eine Pädagogik der Vielfalt und für aktive Antidiskriminierungsarbeit sieht sich die GEW in der Tradition der Gewerkschaftsbewegung und gesellschaftlicher Emanzipationsbewegungen wie z. B. der Frauenbewegung. Die GEW-Arbeitsgemeinschaft LSBTI*, die die vorliegende Broschüre erarbeitet hat, schließt an dieseTradition an.

Erscheinungsjahr:
2016

Preis:
Download kostenlos, Druckausgabe 2 €

Erhältlich bei:
Download
Druck




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