2013-14 Kim

 

 

Nicht nur schwafeln, sondern machen!

Meine Name ist Kim, ich bin 19 Jahre jung und habe im Sommer mein Abi bestanden. Seit dem 2. September bin ich die neue FSJ-lerin beim Friedenskreis.

Meine Schwerpunkte sind zum einen die Projekte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Demokratie macht Schule“ aber auch die „Aktion Ladenschluss“ und die „AG Friedenspolitik“ liegen in meinem Aufgabenbereich. Des weiteren freue ich mich sehr darüber, in die anderen Bereiche des Friedenskreislebens hinein zu schnuppern. Von diesem Jahr erwarte ich , dass ich viele neue Erfahrungen sammle, interessante Leute kennen lerne und Orientierung für meine berufliche Zukunft finde.

Warum ich beim Friedenskreis bin: Ich habe mich schon lange für Antidiskriminierungsarbeit interessiert und finde Toleranz sehr wichtig. In meiner Schulzeit habe ich oft passiv erlebt wie Schüler_innen und auch Lehrer_innen sich schwer mit diesen Themen tun. Ich sehe hier beim Friedenskreis meine Chance zu handeln. Denn ich möchte mich nicht nur beschweren sondern auch was tun!

Zu meiner Wenigkeit: Ich lese sehr gern und koche oft mit und für Freunde, im Allgemeinen verbringe ich meine Freizeit entweder mit Freunden oder bei der Linksjugend ['solid]. Ich spende dem Engagement des Jugendverbands viel Zeit und beteilige ich mich u.a. an der Organisation von Filmveranstaltungen, Vorträgen und Soli-Konzerten.

 

EVP-Rezept: Musizieren gegen das Vergessen – Benefizkonzert

Zutaten:

  • Coole Bands

  • Aufhänger

  • Location

  • Interessierte

  • Finanzierung

  • Transport

  • Kommunikationsfähigkeit und Überzeugungsfähigkeit

  • Werbung (Flyer and so on)

  • Wo gehen die Spenden hin?

How to do:

Am Anfang von allem steht erst einmal die Idee. Die Idee war, ein Benefizkonzert zu organisieren, um Danke zu sagen. Die Aktion Ladenschluss feiert am letzten Tag der Bildungswoche ihren Erfolg, um sich bei den vielen helfenden Händen zu bedanken und schmiss eine große Party bei Postkult. Aber nur eine Party schmeißen, fand die AG nicht ganz so toll, sie brauchte ein Motto und vor allem auch, weil es ein Benefiz werden sollte, eine Idee, wer die Spenden erhalten soll. Es gibt zwischen dem Projekt Schule ohne Rassismus (Friedenskreis) und dem Zeit-Geschichte(n) e.V. schon länger einen Kontakt. Da der Zeit-Geschichte(n) e.V. für die Verlegung von Stolpersteinen zuständig ist, gab es schnell den Konsens, dass wir mit den Einnahmen vom Konzert gerne genau diese Messingtäfelchen verlegen lassen wollen. Das es noch eine riesige Debatte um das Wo, Wann und für Wen geben würde, blenden wir hier einfach aus. Nun gab es einen Aufhänger, nämlich: Die AG will Danke sagen und Spenden für Stolpersteine sammeln, der Basisteig steht also.

Die Location war relativ einfach zu finden. Wir schauten uns einige an und aus pragmatischen Gründen fiel die Entscheidung für Postkult e.V. Womit ein weiterer wichtiger Bestandteil erfüllt ist, man könnte ihn als Kuchenform bezeichnen, welche den Kuchen zusammenhält und stabilisiert.

Bevor wir uns um einen weiteren Stabilisator kümmern, sorgen wir erst einmal für die Dekoration. Kein Konzert ohne Bands. Zum Glück gibt es in Halle allerlei Newcomer, vor allem mit politischer Musik. Wir haben also eine coole Punk Band (E620), eine Coverband (Das eine Millionen Projekt) und eine Reggae & Hip Hop Band (Lick Quarters) gefunden.

Jetzt müssen wir uns nur noch um die Finanzierung kümmern. Da weder die AG, noch das Bündnis, noch die einzelnen Kooperationspartner_innen das Konzert komplett finanzieren können, beantragen wir Geld bei der Amadeu Antonio Stiftung. Diese bewilligt uns ausreichend Mittel, um diverse Kosten für die Bands, DJs und das Essen zu übernehmen. Da uns die Location kostenfrei gestellt wurde, war dies kein Kostenfaktor. In diesem Falle war Kommunikation wirklich wichtig. Es ist nicht ganz einfach, alles zu koordinieren, aber zum Glück steht die ganze AG dahinter.

Das Werben für das Konzert passiert überwiegend während der Bildungswoche. Doch einige unserer Partnerorganisationen verteilen fleißig unsere Flyer mit.

Im Grunde ist jetzt jedes Element für sich fertig und muss nur noch zusammen geführt werden. Der Teig (die Idee/ der Aufhänger) kommt in die Form (die Location). Gebacken wird es bei 500° Celsius (Finanzierung). Wenn der Kuchen fertig ist, wird er mit den Bands verziert und beworben. Der gesamte Kuchen wird dann an die Interessierten verkauft und die Einnahmen gehen an Zeit-Geschichte(n) e.V. für die Verlegung von Stolpersteinen.

Und immer schön daran denken: Viele Köche verderben den Brei.

 

 




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