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 Nach einem größtenteils enttäuschenden Sommer fangen die Blätter bereits an, sich zu verfärben. Bald ist es schon wieder September. Mit den Jahreszeiten wechseln beim Friedenskreis auch die Freiwilligen: am 31. August endet mein (Rahels) Freiwilliges Soziales Jahr im politischen Leben und am 01. September wird der nächste junge Mensch (Valentin) seine Arbeit bei der Lokalen Servicestelle aufnehmen.

Doch obwohl ich zwei Tagen sowohl meinen Arbeitsplatz als auch die Stadt verlassen werde, fühlt es sich noch nicht nach Abschied an. Auf viele verschiedene Arten wird mich der Friedenskreis und die Lokale Servicestelle weiterhin begleiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeit beim Friedenskreis ist auch immer wieder mit Bewegung, Natur und Spaß verbunden wie hier beim Fahrradtag auf der Peißnitz

Zum einen dadurch, dass ich mich auch in Zukunft beim Friedenskreis engagieren werde. Mit dem Ende meines Arbeitsvertrages schlüpfe ich in meine neue Rolle als ehrenamtliches Vorstandsmitglied. Schon jetzt bin ich sehr gespannt, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen mit dieser Verwandlung auf mich zu kommen.

Während meines Freiwilligen Sozialen Jahres habe ich mit einer Kollegin drei Testdurchläufe des neuen Workshops „Erlebnistour Stadthaus“ absolviert. In diesem Workshop geht es darum, Schüler_innen an die Kommunalpolitik heranzuführen. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen zum Thema haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich in kleinen Gruppen mit Mitgliedern des Stadtrats zu unterhalten und sie mit den Fragen zu löchern, die sie interessieren. Dieser Workshop soll nach den erfolgreichen Durchführungen mit der Saaleschule und der Sekundarschule Kastanienallee zu einem festen Teil unseres Repertoires werden. Dazu wird die Lokale Servicestelle im November eine Multiplikator*innenfortbildung für interessierte junge (und auch ältere) Menschen durchführen. Außerdem soll es eine ausführliche Handreichung für Lehrer_innen geben, in der alle wichtigen Informationen zum Thema Kommunalpolitik und einige Anregungen zur Unterrichtsgestaltung nachzulesen sind. Da mir dieses Projekt sehr am Herzen liegt und eines der Höhepunkte meines Jahrs war, werde ich mich an seiner Weiterentwicklung natürlich aktiv beteiligen.

Zum anderen wird mir mein Jahr beim Friedenskreis noch lange in (positiver) Erinnerung bleiben, da es so voll an neuen Bekanntschaften, Erlebnissen, Perspektiven, Orten und Erfahrungen war wie kaum ein anderes der 19 Jahre, die ich mich nun schon auf dieser Welt herumtreibe.

Es war ein Jahr der ersten Male:

Das erste Mal als lehrende Person vor einer Schulklasse stehen. Die erste eigene Wohnung. Die erste Arbeitsstelle mit all den Herausforderungen eines Arbeitsplatzes wie z.B. Zeitmanagement, zu viel oder zu wenig Aufgaben oder eigenständiges Arbeiten an Projekten. Das erste Mal direkten Kontakt mit Politiker*innen haben. Das erste Mal eine Filmvorführung organisieren und vor einem gefüllten Kinosaal sprechen. Das erste Mal ca. 300 Briefe auf ein Mal zur Post bringen (auch das kann zu einem FSJ gehören). Und so weiter und so fort.

Gut anderthalb Jahre, nachdem ich die Entscheidung getroffen habe, ein FSJ zu machen, kann ich nun sicher sagen, dass diese Entscheidung eine gute war. Die Arbeit hat mich spürbar selbstständiger und selbstbewusster gemacht. Meine Sichtweise auf Studium und Beruf hat sich geändert. Mein Studienwunsch sowieso – mehrmals. Doch jetzt fühle ich mich gut vorbereitet auf alles, dass während eines Studiums passieren könnte.

So, genug über mich geredet: an dieser Stelle verabschiede ich mich nach dutzenden von hochgeladenen Artikeln von euch Leser_innen. In nicht allzu fernen Zukunft, werdet ihr einen Text von der nächsten FSJ-Person lesen können.

Einen schönen Herbst wünscht euch

Rahel

 




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