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Vom 10. bis 25. März finden in diesem Jahr die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Organisiert und koordiniert werden die vielfältigen Veranstaltungen von Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage. Und wie in jedem Jahr haben wir auch dieses Mal eine Übersicht mit Veranstaltungen erstellt, die besonders für Schulklassen und Pädagog*innen geeignet sind. Die Übersicht der Veranstaltungen ist in diesem PDF und auf den Seiten der Bildungswochen nachzulesen. Außerdem haben wir hier alle Veranstaltungen des halleschen Courage-Netzwerkes zusammen gestellt. Und zum Schluss gibt es noch eine besondere Empfehlung.

Die Regionalkoordination Halle von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bietet folgende Veranstaltungen an:

Anne-Frank-Ausstellung vom 13. März bis 8. April

Alle Informationen zur Ausstellung "Lasst mich ich selbst sein" - Anne Franks Lebensgeschichte hatten wir hier schon in einem früheren Artikel zusammen gestellt. Wichtig ist, dass sich Schulklassen, die diese Ausstellung besuchen wollen, im Vorfeld bei uns anmelden. Und auch die Ausbildung der Peer-Guides am 9. und 10. März hatten wir in diesem Artikel beschrieben. Über Anmeldungen freuen wir uns!

Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet am 13. März ab 14 Uhr in der Latina statt.

Workshop "Zivilgesellschaftliches Engagement, Menschenrechte und Vielfalt" am 16. und 17. März

Für diesen Workshop haben wir Referent*innen der Initiative Oury Jalloh aus Berlin eingeladen. Sie werden von Oury Jalloh berichten, der 2005 in Polizeigewahrsam bei einem Feuer ums Leben kam. Im Zentrum des Workshops steht die Auseinandersetzung damit,

... wie institutioneller und struktureller Rassismus in Deutschland funktioniert,
... wie sich Menschen zivilgesellschaftlich dagegen einbringen können,
... welche Bedeutung Menschenrechte haben und
... wie ein gerechteres Zusammenleben in der vielfältigen Gesellschaft Deutschlands aussehen könnte.

Der eintägige Workshop (jeweils 9-14 Uhr) kombiniert politische Bildung mit Theaterarbeit und richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahren. Veranstaltungsort ist die ehemalige Theatrale, Waisenhausring 2, 06108 Halle (Saale). Die Teilnahme ist kostenfrei, um Verpflegung müssen sich die Teilnehmenden selbst kümmern, Fahrtkosten können wir bei Bedarf übernehmen. Anmeldungen für den Workshop nehmen wir bis 10. März entgegen.

Titelverleih "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" am 16. März, Grundschule Diemitz/Freiimfelde

Am 16. März wird die Grundschule Diemitz/Freiimfelde in das bundesweite Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage aufgenommen. Sie bekennt sich zu dem Teil der Zivilgesellschaft, der sich aktiv gegen Diskriminierung und für eine demokratische Alltagskultur und ein faires, solidarisches Miteinander einsetzt. Die Verleihung des Titels wird am Vormittag bei einem Festakt erfolgen.

Dieses und andere Projekte der Schule werden vom Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby unterstützt. Anlässlich der Verleihung wird Herr Dr. Diaby am Nachmittag aus seiner Biografie vorlesen. Dabei berichtet er über sein Leben und steht für Fragen zur Verfügung. Anmeldung für den Festakt und für die Lesung bitte an: quartiermanagement[at]halle.de oder 01515 44 69 635.

Angebote unserer Kooperationspartner

... Nichts verstanden?

Plötzlich wieder Anfänger*in sein, noch einmal schreiben, lesen und sprechen lernen – eine alltägliche Erfahrung für Kinder, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen. Wir begleiten euch in einer Stunde, in der ihr erste Worte auf Arabisch, Farsi oder Pashto lernt, und reflektieren mit euch die Erfahrungen, die ihr dabei macht. Wie ist es, wenn die Lehrer*in plötzlich Persisch spricht oder wenn ihr schon die Begrüßung nicht versteht und nichts von dem lesen könnt, was an der Tafel steht? Eine Schnupperstunde auf Farsi, Arabisch oder Pashto – das kann auch ein Einstieg sein, um über Flucht und Asyl ins Gespräch zu kommen. Dabei können wir von unseren eigenen Erfahrungen, aber auch von rechtlichen Bedingungen für Asylsuchende in Deutschland berichten. Gerne passen wir das Format zeitlich und inhaltlich an!

Termine nach Vereinbarung mit 45 oder 90 min Dauer, geeignet für die 3. – 7. Klasse. Bei Interesse einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Eine Veranstaltung der Initiative Freiimfelde in Kooperation mit der Servicestelle Couragierte Schule (Friedenskreis Halle e.V.).

Stadtrundgang "Täterspuren" am 12. März, Gedenkstätte Roter Ochse und Amnesty International

Der Stadtrundgang führt an Orte von Menschenrechtsverletzungen während des Nationalsozialismus’ in Halles Innenstadt. Durch die Begegnung mit der Geschichte am eigenen Wohnort wird historisches Geschehen konkret fassbar. Eine intensive Auseinandersetzung mit lokalen Orten und Ereignissen im eigenen Lebensumfeld kann dazu beitragen, das historische Bewusstsein zu erweitern. Der Stadtrundgang „Täterspuren“ setzt sich mit den Verbrechen des faschistischen Halle auseinander und stellt die Errungenschaft der Menschenrechtserklärung demgegenüber.

Der ca. zweistündige Stadtrundgang wird von der Gedenkstätte Roter Ochse und Amnesty International gemeinsam durchgeführt. Start- und Endpunkt ist die Gedenkstätte „Roter Ochse“,  Am Kirchtor 20 b, 06108 Halle (Saale). Der Stadtrundgang beginnt 14 Uhr.

Nomaden als Nachbarn? Sint*ezze, Rom*nja und die Bilder in unseren Köpfen.

Die Geschichte der Sint*ezze und Rom*nja in Europa und das heutige Leben der „größten Minderheit Europas“ kommen in den Lehrplänen fast gar nicht vor. In sozialen Medien sind Schüler*innen jedoch immer häufiger mit dem Thema konfrontiert. Nicht selten werden dabei Jahrhunderte alte, rassistische Stereotypen und Ressentiments reproduziert. An diesem Projekttag können sich die Schüler*innen dem Thema nähern und lernen dabei Möglichkeiten kennen, die Bilder aus den Medien zu hinterfragen. Wir möchten Sensibilität schaffen und Impulse geben für den gedanklichen und sprachlichen Umgang mit den Menschen in unserer Nachbarschaft.

Anmeldung bis 24. Februar 2017 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Eine Veranstaltung von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage, Arbeitsgruppe Zuwanderung.

 

Ausstellung "AMAL- heißt Hoffnung auf Arabisch" 12.-25. März, Aktionstheatergruppe Halle e.V.

Die arabisch-deutsche Wanderausstellung "AMAL- heißt Hoffnung auf Arabisch" ist das Ergebnis aus Projekttagen zu dem Dokumentarfilm "Amal" (Caroline Reucker). Mehr als 70 Schüler*innen aus drei Schulen in Halle haben sich in Rollenspielen, Übungen, Interviews und hitzigen Diskussionen mit Fluchtwegen, Fluchtursachen und Asylrecht in Deutschland auseinandergesetzt. Fotos, gemalte Bilder und Tonaufnahmen wurden gesammelt und künstlerisch aufgearbeitet. Die Projekttage fanden 2015 statt, initiiert von dem Aktionstheater Halle e.V. in Zusammenarbeit mit der Arabischen Oase und gefördert von HALLIANZ für Vielfalt.

Zu sehen ist  die Ausstellung vom 12. bis 25. März jeweils ab 16 Uhr. Die Ausstellungseröffnung findet am 13. März ab 16 Uhr in der Kulturwerkstatt "Grüne Villa", Am Treff 4, 06124 Halle (Saale) statt.

Ausstellung "Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora" 13. März bis 19. April, Gedenkstätte Roter Ochse und Heinrich-Böll-Stiftung

Die Ausstellung zeigt einige Schicksale von Sint*ezze und Rom*nja, die in Sachsen-Anhalt unter katastrophalen Lebensbedingungen Zwangsarbeit leisten mussten und ständig vom Tode durch die SS bedroht waren. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte Roter Ochse bis zum 19. April 2017 besichtigt werden.

Die Ausstellungseröffnung findet am 13. März ab 10 Uhr in der Gedenkstätte Roter Ochse, Am Kirchtor 20 b, 06108 Halle (Saale) statt. In zwei Kurzvorträgen wird es um historische und aktuelle Vorurteile gegen Sint*ezze und Rom*nja und die Geschichte des Sammellagers für Sint*ezze und Rom*nja in Magdeburg gehen. 

Workshop "Musikinstrumente unterschiedlicher Kulturen und Kontinente", Humanistischer Regionalverband Halle-Saalkreis e.V.

Musikinstrumente andere Kulturen und Musikstile kennenlernen und selbst ausprobieren. Ein Musikpädagoge erklärt Hintergrundinfos. Für Kinder ab 5 Jahren, Jugendliche und Erwachsene. Der Workshop findet am 13., 16., 20. und 23. März jeweils ab 13 Uhr im Bürgerhaus „alternativE“, Gustav-Bachmann-Str.33, 06130 Halle (Saale) statt.

Sport "Bogenschießen aus aller Welt", Humanistischer Regionalverband Halle-Saalkreis e.V.

Über den Sport kennenlernen anderer Kulturen und respektvollen Umgang mit anderen Menschen einüben. Die Veranstaltung findet am 13. und 20. März jeweils 14 Uhr im Bürgerhaus „alternativE“, Gustav-Bachmann-Str.33, 06130 Halle (Saale) statt.

Fußball im Garten - Begegnung bei Sport und Spiel, 17. März, Villa Jühling e.V.

Angegliedert an den Gemeinschaftsgarten “Bunte Beete”, der mit Unterstützung der Sozialpädagoginnen der Villa Jühling in Heide Nord aufgebaut wurde und in Kooperation mit dem Fanprojekts des HFC, findet das Fußballturnier auf einem mobilen Fußballfeld des Fanprojekts statt. Im Garten wird derweil unter freiem Himmel gekocht, damit die hungrigen Sportler*innen sich anschließend stärken können. Auf diese Weise soll der Gemeinschaftsgarten als Begegnungsort genutzt werden. Das sportliche Event und das gemeinsame Essen bieten Möglichkeiten für neue Begegnungen. Die ortsansässigen Grundschulen sind ebenfalls eingeladen.

Die Veranstaltung beginnt 13:30 Uhr im Interkulturellen Garten Bunte Beete, Halle-Nord, Bootsweg 17, 06120 Halle (Saale).

Gesprächsrunde "Sprechender Bücherschatz - fremd ist, was du nicht kennst", 23. März, Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.

Was haben eine Muslima mit Kopftuch, ein Geflüchteter und eine blinde Frau gemeinsam? Sie und viele andere Menschen sind in ihrem Alltag häufig Vorurteilen ausgesetzt. Es ist leicht, eine Meinung über andere zu haben, aber: entspricht die eigene Vorstellung auch der Realität? Wie wäre es, mal mit diesen Menschen zu sprechen, statt immer nur über sie? Diese Veranstaltung bietet allen Interessierten die Gelegenheit dazu.

Die Gesprächsrunde findet im Welcome Treff, Waisenhausring 2, 06108 Halle (Saale) statt und beginnt 17 Uhr. Anmeldung unter beratung[at]freiwilligen-agentur.de oder unter 0345 200 28 10.

Unsere besondere Empfehlung: Theateraufführung "ANNE - nach dem Tagebuch der Anne Frank", 23. & 24. März, nt

»Wer, außer mir selbst, wird jemals lesen, was ich hier schreibe?« Das weltberühmte Tagebuch der Anne Frank gilt als einzigartiges literarisches Zeugnis beispielloser Verbrechen und gibt gleichzeitig intimste Einblicke in die Welt einer intelligenten, lebhaften Schülerin und deren Familie. »Anne« basiert auf der unzensierten Ausgabe des Tagebuches, das Anne Frank in der Hoffnung, es würde eines Tages gelesen, selbst editiert hat. Zudem wurden bisher unveröffentlichte Schriften von und über Anne Frank einbezogen.

Das Theaterstück wird am 23. März 17 Uhr und am 24. März 10 Uhr im neuen theater, Saal, Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle (Saale) aufgeführt. Im Anschluss findet ein Nachgespräch mit der Regisseurin Katharina Brankatschk statt.

Anmeldung für Schulen und Kartenbestellungen bei Karin Preuk unter Tel.: 0345 5110 776.
Kosten: 6 Euro und 8 Eur.




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